Kirchen sind Orte der Ruhe. Die „Orgelstationen“ , ein Projekt von Linz09, laden ein, 30 Minuten innezuhalten und zu verweilen. Weg vom Lärm der Straße zur meditativen Stille des sakralen Raumes. Orgelmusik fördert beides: Ruhe zum Nachdenken, aber auch aktives Zuhören und Einlassen auf die Musik.
Mozart bezeichnete die Orgel als „Königin der Instrumente“. In der Stadtpfarrkirche, der Martin-Luther-Kirche, der Ignatiuskirche, der Minoritenkirche, dem Mariendom und der Ursulinenkirche bringen heimische und internationale Künstler/innen diese Königin zum Klingen.
Raritäten. Die Vorführungen dauern jeweils eine halbe Stunde. Gespielt werden sowohl Werke bekannter Meister als auch selten aufgeführte Raritäten, je nach Vorliebe der Organist/innen. Peter Paul Kaspar, er bestreitet die samstäglichen Konzerte in der Ursulinenkirche, geht bei der Auswahl der Komponisten alphabetisch vor. Von „A“ wie Albrechtsberger bis „Z“ wie Zipoli reicht die Programmvielfalt.
Raumerlebnis. Die „Orgelstationen“ werden gut angenommen, beobachtet Kasper bei seinen Konzerten. Täglich besuchen zwischen 50 und 100 Personen dieses Angebot. Vor allem Touristen nutzen die Gelegenheit, die Kirchen zu besichtigen, wenn diese vom Orgelklang erfüllt sind. „Die Orgelmusik braucht die Akustik eines großen Raumes, den Klangraum einer Kirche. Nur dort entsteht diese gewisse Aura“, erklärt Kasper.
Seele baumeln lassen. Die Musik legt sich wie ein Klangteppich über den Alltags- und Arbeitslärm. Selbst leise Töne erfüllen die gesamte Kirche und geben der Seele die Zeit und den Raum, ruhig zu werden und sich zu besinnen.