Fremde Länder. Andere Sitten. Unbekannte Welten! – Das sind die Träume, aus denen Reisen geboren werden. Doch es gibt auch andere Wege, Phantasien auszuleben. Spielen zum Beispiel.
Spielen Sie sich nach Cuba oder China. Spielen Sie sich in die Steinzeit oder in die Zeit der kleinen Fürstentümer. Spielen Sie sich in die Goldene Stadt oder zu den Hexern von Salem. Wohin auch immer, aber spielen Sie und lassen Sie ihrer Phantasie freien Lauf. Seien Sie Monarch (Domonion), Jäger, Bauer, Werkzeugmacher (Stone Age), Arbeiter, Händlerin, Bürgermeister (Cuba), oder ein chinesischer Provinzfürst (Im Jahr des Drachen).
Karten, Karten, Karten. Kaum ein Spiel kommt ohne Karten aus. Aber die meisten haben dann noch einen Spielplan, vielleicht auch Tableaus für jeden Spieler, auf denen diese ihre Habseligkeiten ablegen, Würfel, Häuser, Figuren, Warensymbole ... Das heurige „Spiel des Jahres“ (deutscher Spielepreis – der österreichische „Spiel der Spiele“ ist noch ausständig) heißt Dominion. Es besteht nur aus Karten. Exakt aus 500 Karten, die Hälfte davon ermöglicht unterschiedlichste Aktionen. Damit gibt es eine Fülle verschiedenster Spielabläufe. Zu Dominion gibt es schon eine erste Erweiterung: „Dominion. Die Intrige“.
Kinderspiel. „Das magische Labyrinth“ erweitert die bekannte Idee der Labyrinth-Spiele durch die Verwendung eines Magneten. Dieser hängt unter dem Spielplan an den Magiern, den Figuren, die die Spieler bewegen. Unter dem Spielplan sind auch Sperren aufgestellt. Stößt der Magnet auf dem Weg des magiers zum Symbol-Chip, verliert der Magier den magnet und muss zum Ausgangspunkt zurück. Gut ist, wenn man sich oben merkt, wie unten die Wege und Sperren angeordnet sind!
Spiel des Jahres
Am 29. Juni 2009 wurde in Berlin das Spiel des Jahres – „Dominion“ – und das Kinderspiel des Jahres – „Das magische Labyrinth“ – vorgestellt. Weitere Spiele schafften es bis in die Nominierungsliste: „Fauna“, „Finca“, „Fits“ und „Pandemie“ für das „Spiel des Jahres“; „Nicht zu fassen“, „Curli Kuller“, „Zoowaboo“, und „Land in Sicht“ für das „Kinderspiel des Jahres“. „Gift Trap“ bekam den Sonderpreis „Partyspiel“ und „Space Alert“ den Sonderpreis „Neue Spielewelten“.
Spiel der Spiele und Spiele Hits
Während mit dem deutschen Preis „Spiel des Jahres“ seit 1979 besondere Spiele empfohlen werden, ist der österreichische Preis „Spiel der Spiele“ samt den „Spiel Hits“ in verschiedenen Kategorien noch relativ jung. Der Preis wird heuer – am 18. August – zum achten Mal vergeben. Träger des Preises ist die Wiener Spiele Akademie. Die österreichische Entscheidung fällt immer etwas anders aus als die deutsche. Man darf darauf wetten, dass es auch heuer so sein wird.
Spiele über Spiele
Spielepreise sind eine Orientierungshilfe, sich in dem Jahr für Jahr höher werdenden Spiele-Berg zurecht zu finden. Da die Spielgustos aber verschieden sind, lohnt es, ein Spiel vor dem Kauf auszuprobieren.
- Dominion, Spiel des Jahres 2009, Donald X. Vaccarino, Verlag Hans im Glück, für 2 bis 4 Spieler/innen ab 8 Jahren, Spieldauer: 30 Minuten und länger, Preis: ca. 25,– Euro.
- Cuba, Strategiespiel um Zigarren, Rum und Macht, Michael Rieneck und Stefan Stadler, eggertspiele, 2–5, ab 12, 120 Minuten, ca. 37,– Euro.
- Im Jahr des Drachen, Stefan Feld, alea (Ravensburger), 2–5, ab 12, 100 Minuten, ca. 29,– Euro.
- Der Hexer von Salem, Michael Rieneck, (nach dem Buch von Wolfgang Hohlbein), 2–4, ab 12, 60 Minuten, ca. 27,– Euro.
- Stone Age, Michael Tummelhofer, Hans im Glück, 2–4, ab 10, 90 Minuten, ca. 27,– Euro.
- Wie verhext, (Zaubertränke brauen und sich die Zutaten nicht wegschnappen lassen), Andreas Pelikan, alea (Ravensburger), 3–5, ab 9, 45 Minuten, ca. 20,– Euro.
- Big Points, (Spielfiguren möglichst punkteträchtig ziehen), Brigitte und Wolfgang Ditt, Schmidt-Spiele, 2–5, ab 8, 20 Minuten, ca. 11,– Euro.
- Aber bitte mit Sahne (Kuchenstücke geschickt verteilen), Jeffrey D. Allers, Winning Moves, 3–5, ab 6, 15 Minuten, ca. 11,– Euro.
- Das magische Labyrinth, Dirk Baumann, Drei Magier, 2–4, ab 6, 20 bis 30 Minuten, ca. 35,– Euro.
- Fauna, (Schätzspiel mit umfangreichem Info-Heft für Tierfreunde), Friedemann Friese, Verlag HUCH & friends, 6 Spieler, ab 10, ca. 28,– Euro.
- Finca, (schönes Holzspiel), Ralf zur Linde und Wolfgang Sentker, Hans im Glück, 2–4, ab 10, ca. 24,– Euro.