Man sollte grundsätzlich alle Pflanzen so frisch wie möglich verwenden, denn dann besitzen sie die meisten Inhaltsstoffe. In unseren Breitengraden, wo der Winter oft sehr lang sein kann, kommt man aber um das Trocknen nicht herum. Es ermöglicht eine gewisse Bevorratung, aber Kräuter sollen nicht ausschließlich getrocknet werden.
Für die ganze Familie. Welche Kräuter man sammelt, stimmt man auf die Bedürfnisse der Familie ab, indem man häufig auftretende Krankheiten, chronische Beschwerden und Schwachstellen für jedes Mitglied analysiert. Es gibt zum Beispiel Menschen, die häufig Schnupfen, aber sonst keine Beschwerden haben oder einmal im Jahr an Grippe erkranken. Darüber hinaus ist man durch die sogenannten Universalkräuter (Brennessel, Ringelblume, Schafgarbe), die man überall anpflanzen kann, für die meisten unerwartet auftretenden Beschwerden gerüstet.
Luft oder Papier. Zum Trocknen hängt man die Kräuter am Dachboden in Bündeln auf, wenn man viel Platz zur Verfügung hat. Sonst kann man die Pflanzen auch nur auf Tücher oder Papier am Boden auflegen. Blätter und Stängel sollte man getrennt trocknen. Dabei sollten die Temperaturen 35°C nicht überschreiten. Während Kräuter hitzeempfindlich sind, können bei Wurzeln und Rinden höhere Temperaturen verwendet werden, etwa in einer Hausdörrmaschine oder im Heißluftherd.