„Lokale Initiativen sind wichtig!“ Diese Einschätzung stellte Mag. Klemens Riegler vom Ökosozialen Forum Europa an den Beginn des Jahrestreffens des Global-Marshall-Plan Netzwerkes Oberösterreich am 2. Februar.
Eine Fülle solcher lokaler und regionaler Initiativen präsentierte sich am 2. Februar im LFI-Hotel auf der Gugl in Linz. Eingeladen zum Treffen hatte die Oberösterreichische Akademie für Umwelt und Natur beim Amt der Oö. Landesregierung. Rieglers Satz hatte einen zweiten Teil: „Lokale Initiativen sind wichtig; zur Lösung der Probleme braucht es globale Strategien.“ Ganz ähnlich von der Absicht her, doch zynisch formuliert, sagte es ein paar Tage später Prof. Hermann Scheer (siehe Seite 3), als er die Klimakonferenz in Kopenhagen vom Dezember 2009 charakterisierte: „Global reden, national aufschieben.“
Der Welt einen Schubs geben. Nein, lokal handeln, global vernetzen, darauf kommt es an. Die Global-Marshall-Plan-Initiativen zeigen es vor. Von großen Erfolgen dieser lokalen Initiativen berichtete Nancy Wimmer von „microSOLAR Deutschland“. Sie erzählte, wie durch Kleinkredite verschiedener Organisationen mittlerweile acht Millionen arme Menschen eine Starthilfe ins eigene Unternehmertum bekamen. So lösten Kleinkredite in armen Ländern einen Boom bei erneuerbarer Energie aus, ländliche Regionen wurden elektrifiziert. Mittellose Frauen wurden durch Kleinkredite erfolgreiche Kleinunternehmerinnen. Nancy Wimmer brachte als Beispiel Munsura aus Bangladesh. Mit einem Kredit von 50 Dollar kaufte sie Öl, Seife und Gemüse und eröffnete ein Geschäft. Mit dem zweiten Kredit (70 Dollar) erwarb sie eine Nähmaschine. Den dritten Kredit – 90 Dollar – verwendete sie zum Kauf einer Kuh. Mit den Krediten vier bis sechs – zu 100 bis 140 Dollar – kaufte sie Stoffe und erweiterte ihr Geschäft. 160 Dollar bekam sie als Kredit Nummer 7. Damit kaufte sie Land.