Etwa 20 Familien erhalten von der „Tafel Innviertel“ Lebensmittel, die lokale Bäcker und Lebensmittelgeschäfte spenden. Zwei Frauen und ein Mann holen die Waren von den Geschäften ab und verteilen sie an bedürftige Menschen. Dazu sind die Helfer/innen an jedem Wochentag unterwegs.
Einwandfreie aber nicht mehr gut verkäufliche Lebensmittel sollten nicht „entsorgt“ werden, denn durch sie können Menschen, die sich oft schwer tun, daheim den Tisch zu decken, mit Notwendigem versorgt werden. – Das war die Motivation für Theresia Ölbauer aus Wildenau und Siegfried Pichler aus St. Johann am Walde, die „Tafel Innviertel“ als Privat-Initiative zu starten. So stiften sie doppelten Sinn – sie helfen Bedürftigen und setzen ein Zeichen gegen die Wegwerf-Gesinnung. Bedürftige in vier Gemeinden. Die „Tafel Innviertel“ gibt es nun ein Jahr. Aus dem Stamm-Duo wurde ein Trio – Elfriede Schlüßlbauer aus Wildenau verstärkt das Team. Die drei helfen zusammen, holen täglich vom Bäcker Brot und Gebäck. Auch andere Geschäfte werden auf Abruf angefahren. Mit den gespendeten Lebensmitteln haben bedürftige Menschen in Aspach, Höhnhart, Kirchheim und St. Johann am Walde große Freude. Etwa eine alleinerziehende Frau mit vier Kindern. Zwei von diesen sind Allergiker und bräuchten dringend spezielles Bettzeug. Frau Ölbauer hofft, „dass wir auch hier helfen können.“ (Sollte jemand helfen können – vermitteln wir gerne die Adresse). Ein Netzwerk wächst. Die Bäckereien Schnell (Aspach) und Beham (Mettmach), die Aspacher Molkerei Seifried, der Sparmarkt von „Saiga Hans“, wie St. Johann von den Einheimischen genannt wird, und der Sparmarkt Aspach unterstützen die „Tafel Innviertel“ mit Warenspenden. Private Personen schenken zum Beispiel Eier und Äpfel zum Verteilen. Die Gesunde Gemeinde Aspach und die Pfarre unterstützen die Initiative.