Mit der Aktion „Glaube: verhüllen – enthüllen – entdecken“ setzt die katholische Kirche ein sichtbares Zeichen zur Fastenzeit.
Ausgabe: 2013/11, Statuen, Dom, Glaube, Strasser,
13.03.2013
Am Linzer Mariendom verhüllte Dompfarrer Maximilian Strasser die Statuen der vier Evangelisten, des heiligen Petrus und des heiligen Paulus. Durch die Verhüllung mit dem Fastentuch soll ein „Fasten der Sinne“ zusätzlich zum herkömmlichen Fasten ermöglicht werden. Ohne durch Bilder abgelenkt zu werden, sollen Gläubige so zum Wesentlichen hingeführt werden. Ziel der Verhüllungsaktion ist die Enthüllung zum Osterfest. Bekannt ist die Tradition des Fastentuchs seit dem zehnten Jahrhundert. Im Mittelalter wurde während der Passionszeit der Altarraum mit einem großen dunklen Tuch verhüllt. Seit dem 14. Jahrhundert gibt es Beispiele von Fastentüchern, die bemalt waren. Darauf thematisiert wurden die Geschichte von der Schöpfung bis zum Weltende oder das Leiden Jesu.