Neun Monate ist der Südsudan nun ein eigener, unabhängiger Staat. Der Aufbau des Landes ist mühsam, aber gerade in dieser Grundstimmung der Hoffnung brauchen die Menschen konkrete Hilfe, damit sie den Weg in eine friedvolle Zukunft schaffen.
Der Sudan lässt Hans Rauscher nicht mehr los, seit er 1986 das erste Mal in dem afrikanischen Land war. Unzählige Menschen hat er seither unterstützt. Vor Kurzem ist er von einer Projektreise aus dem jungen Staat Südsudan zurückgekehrt – mit guten Nachrichten. Nach zwei Jahrzehnten des Bürgerkriegs und einigen Jahren in einem ungeklärten Zwischenzustand herrscht nach der Unabhängigkeit von der Regierung in Khartum und der Gründung eines eigenen Staates eine enorme Aufbruchsstimmung.
Aufgrund der Armut kommen die Menschen aber nicht aus eigener Kraft vorwärts. Sie brauchen Starthilfe. Und die gibt ihnen Hans Rauscher, Berufsschullehrer aus Desselbrunn, mit seinem Verein „proSudan“. An die 100.000 Euro konnte er seit Anfang 2012 für den Südsudan mit seinen 8,3 Millionen Einwohnern aufbringen: für den Ausbau der diözesanen St.-Theresa-Grundschule, für das Sozialzentrum St. Vincent de Paul und für ein „Medizinpflanzen“-Projekt.
Intelligente Ziegel: Mauern bauen wie mit Legobausteinen
Großes Aufsehen hat die Ankunft der Profil-Ziegelmaschine erregt, die vom Land Oberösterreich mitfinanziert und bei seinem Besuch im Sudan ausgepackt wurde. Diese Erfindung aus Südafrika stellt Ziegel her, die man wie Legobausteine ohne Mörtel verarbeiten kann. Da auch für die Produktion der Ziegel kaum der im Sudan sündteure Zement gebraucht wird, reduzieren sich die Baukosten um ein Drittel. Rauscher freut sich zu Recht über diese Maschine und dankt allen, die durch ihren Einsatz und durch Benefizveranstaltungen in Österreich den Ankauf dieses Geräts ermöglicht haben.
Unterstützung: Wer den Verein proSudan unterstützen möchte, findet nähere Informationen unter www.prosudan.at