ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen Dialog.
Bei einem Gottesdienst im Kloster von Diwejewo, wo die Reliquien des heiligen Seraphim von Sarow aufbewahrt werden, sagte er, die sowjetische Atombombe sei auch durch die Gebete des Heiligen entstanden. Die Entwicklung der Waffe im Forschungszentrum Sarow sei „kein Zufall“ gewesen. Durch Wissenschaftler und Ingenieure habe sich Gottes Gnade und Barmherzigkeit gezeigt. Seraphim von Sarow gilt seit 2007 als Schutzpatron der russischen Atomstreitkräfte.
Die Äußerung steht im Zusammenhang mit Kyrills Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine. Der Patriarch gilt als enger Verbündeter von Präsident Wladimir Putin. In einem neuen Buch bezeichnet er den Krieg als „heiligen Krieg“ und ruft zum Siegeswillen auf. Der Krieg wird dabei religiös als Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Dunkel, gedeutet. Bereits 2022 hatte Kyrill russischen Soldaten die vollständige Vergebung ihrer Sünden zugesprochen, falls sie im Krieg fallen.
Kritik kam auch aus der Orthodoxie. Der finnische Metropolit Elia erklärte, die Kirche dürfe Massenvernichtungswaffen nicht religiös legitimieren: „Es gibt keine orthodoxen Atomwaffen.“ Der Wiener evangelische Superintendent Matthias Geist nannte Kyrills Deutung „gegen jede christliche Botschaft“: „Der Gott Jesu Christi heiligt keine Massenvernichtungswaffen.“
Die Äußerungen fielen in die Gedenkwoche zum 81. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am
6. und 9. August 1945.

ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen Dialog.
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>