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SONNTAG 25. Januar 2026
3. SONNTAG IM JAHRESKREIS | LESEJAHR A
WORT ZUM SONNTAG
Kehrt um, das Himmelreich ist nahe
WORT ZUM SONNTAG
Jim Black auf Pixabay
1. Lesung: Jesaja 8,23b – 9,3

Wie der Herr in früherer Zeit das Land Sébulon und das Land Náftali verachtet hat, so hat er später den Weg am Meer zu Ehren gebracht, das Land jenseits des Jordan, das Gebiet der Nationen. Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf.

 

Du mehrtest die Nation, schenktest ihr große Freude. Man freute sich vor deinem Angesicht, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird. Denn sein drückendes Joch und den Stab auf seiner Schulter, den Stock seines Antreibers zerbrachst du wie am Tag von Mídian.

2. Lesung: 1.Korintherbrief 10–13.17

Ich ermahne euch, Schwestern und Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid vielmehr eines Sinnes und einer Meinung! Es wurde mir nämlich, meine Brüder und Schwestern, von den Leuten der Chloë berichtet, dass es Streitigkeiten unter euch gibt.

 

Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus – ich zu Apóllos – ich zu Kephas – ich zu Christus. Ist denn Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden? Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden, aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird.

Evangelium: Matthäus 4,12–23 (oder Kurzfassung: Matthäus 4,12–17)

Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war, kehrte er nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafárnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sébulon und Náftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesája gesagt worden ist: Das Land Sébulon und das Land Náftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.

 

Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her.

 

Er rief sie und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus nach. Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.

Antwortpsalm: Psalm 27

Der Herr ist mein Licht und mein Heil: 
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der  Herr ist die Zuflucht meines Lebens: 
Vor wem sollte mir bangen? 


Eines habe ich vom Herrn erfragt, dieses erbitte ich: 
im Haus des Herrn zu wohnen alle 
Tage meines Lebens;
die Freundlichkeit des Herrn zu schauen 
und nachzusinnen in seinem Tempel.  


Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn, 
sei stark und fest sei dein Herz! 
Und hoffe auf den Herrn!
 


Wort zum Evangelium_
Kehrt um, das Himmelreich ist nahe

Jeder Vers dieser Stelle aus dem Matthäusevangelium würde eine eigene Kommentierung verdienen.  Bevor Jesus den Simon, dessen Bruder Andreas, den Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und dessen Bruder Johannes beruft, ruft Jesus schlicht und deutlich überall, wo er in Galiläa hinkommt: „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe“ (Vers 17) Kehrt um! Wir können dies auch anders sagen: Bekehrt euch! Verändert euch, arbeitet an euch selbst! Diesen Ruf kennen wir schon aus dem Matthäusevangelium – von Johannes dem Täufer (Kapitel 3, Vers 2): „Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“ 

 

Nicht nur im Reden und Verkünden Jesu ist das Neue angebrochen, auch in seinem Tun. Der Messias bringt Worte und Werke des Heils. Dies ist das Programm Jesu: „Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.“ Jesus als Verkünder des Himmelreiches steht vor uns, er ist der wahre Heiland, der uns von unseren Lähmungen, von unseren Süchten befreit. Jesus heilt, er macht uns gesund, weil er uns zeigt, wer wir sind, geschaffen nach Gottes Idee. 

 

Doch dabei bleibt Jesus nicht stehen: Bei der Berufung der ersten Jünger lädt Jesus diese Vier ein, in seine Lebensschule zu kommen, um hineinzuwachsen in seine Art zu denken, zu glauben, zu hoffen und zu lieben. „Reich Gottes, Himmelreich“ nennt die Heilige Schrift diese Bewegung Gottes, „Umkehr“ und „Nachfolge“ ist als Antwort unsere Bewegung. 

 

„Nachfolgen“, das ist schlicht der schillernde Begriff bei Matthäus. Was tun wir, wenn er auch uns ruft?
 

Stefan Kronthaler
Wort zum Sonntag

Stefan Kronthaler ist Redakteur der Wiener Kirchenzeitung „Der SONNTAG“.

Kontakt: sonntag@koopredaktion.at

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