Die Geburtenrate in Oberösterreich ist mit 13.600 Geburten im Jahr 1999 auf beinahe die Hälfte der Zahl vor 30 Jahren gesunken, ein weiterer Rückgang ist „vorprogrammiert“, da auch die Zahl der „potentiellen“ Mütter in den nächsten Jahren zurückgeht. Die statistisch-durchschnittliche Kinderzahl pro Frau liegt in Oberösterreich schon jetzt bei 1,43. Ab 2005 wird die jährliche Zahl der Geburten voraussichtlich geringer sein als die der Sterbefälle. Angesichts dieser Entwicklungen gab die OÖ Landesregierung im heurigen „Jahr der Familie“ eine Studie in Auftrag. In einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 500 Oberösterreichern und rund 1100 Oberösterreicherinnen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren zeigte sich, dass Familie und Kinder zwar als hoher Wert gelten, aber Wunsch und Wirklichkeit auseinander klaffen. Einige Hauptgründe für die sinkende Kinderzahl: später Berufseinstieg, späte Familiengründung und Ängste: Männer fürchten vor allem ökonomische und Frauen berufsbezogene Nachteile durch Kinder. Politische Konsequenzen, die Landesrat Hiesl und Landeshauptmann Dr. Pühringer sehen: Bessere Rahmenbedingungen durch geringere Steuerbelastung der Familien – auch Umverteilung zwischen Kinderlosen und Eltern –, Anrechnung von Kinderbetreuungszeiten, flexiblere Arbeitszeiten und mehr Teilzeitarbeit.