Der katholisch geprägte Glaube und mit ihm die Kirche gehen in Österreich den Bach hinunter. Die größte Kirche des Landes wird bald zur Sekte werden. Das ist die „Weihnachtsbotschaft“ des „Profil“. Keine Frage: Seit den 70er Jahren geht in Europa die kirchlich gebundene Religiosität zurück. Nicht zuletzt deshalb gibt es in der Kirche gerade unter der wachsenden Zahl derer, die sich der herausfordernden Botschaft Jesu bewußt stellen, ein engagiertes Ringen um Reformen. Dieses Mühen um eine zeitgemäße Gestalt und Verkündigung passt aber ebenso wenig in den „Schwanengesang“ des „Profil“ wie die große Zahl mündiger Frauen und Männer, die in den Pfarren und Bewegungen der Botschaft vom liebenden Gott ein konkretes Gesicht verleihen. Da kultiviert man lieber mit unerträglichen Kitschbildern das Vorurteil einer vorgestrigen Kirche.