Bei Ahlhofers fangen alle mit dem Buchstaben A an. Zuerst hat Albert Andrea geheiratet. Natürlich hat Albert Andrea nicht geheiratet, weil sie mit einem A anfing, sondern weil er sie lieb hatte. Und dann ging das so weiter mit dem A. Die Kinder heißen Alina, Adrian und Aaron. Ja, und Alwin gibt’s auch noch. Alwin ist ein Hamster. Und wenn die Adventzeit naht, ja dann kommt noch einmal ein neues A-Wesen in die Familie, wenn sie sich beim Bauern Glöckler einen Christbaum aussuchen, den sie dann zu Weihnachten abholen. Schon im Auto überlegen sie einen neuen A-Namen. Ach, wer nicht schon alles bei ihnen war! Die Tanne August, die war wunderschön pummelig. Oder die Tanne Annerose, die war rank und schlank. Diesmal haben sie den ausgesuchten Baum Anton genannt. Doch drei Tage vor dem Fest passiert es: Der Bauer ruft an. Mama ist am Apparat und sagt immerzu: „Ach, wie schade!“ „Nein, so was!“ Jungen aus dem Dorf haben einen bösen Streich gespielt und einigen Tannenbäumen die Spitze abgebrochen und Zweige abgeschnitten. Der Anton war auch dabei und sie sollen sich einen neuen Baum aussuchen. Am nächsten Tag stehen sie vor ihrem Baum. Oh, wie sieht er gerupft aus! „Was passiert denn mit unserem Anton?“ Alina streichelt seine Zweige. „Der wird weggeschmissen!“ „Weggeschmissen?“ Die Kinder schauen sich entsetzt an. „Vielleicht können wir Anton operieren?“ „Hmm – gar keine schlechte Idee. Ich bohre zu Hause ein paar Löcher in den Stamm und steck die Zweige wieder rein.“ „Und die abgebrochene Spitze?” Mama schaut zweifelnd. „Kein Problem, die bekommt eine Schiene, klein, aber fast unsichtbar.“ Der Bauer staunt nicht schlecht, als etwas später alle fünf Ahlhofers glücklich in ihr Auto steigen – mit Anton auf dem Dach. Wie würde er sich erst wundern, wenn er sehen könnte, wie sie am Weihnachtsabend unter ihrem Anton sitzen und einfach nur „Aaah!“ sagen.
Gekürzt aus dem netten Adventskalenderbuch „Die Weihnachts-Weltreise“ v. Claudia Filker und Gabriele Zongo, Oncken-Verlag, Kath. Bibelwerk.