Feiervorschläge, damit das Christkind auf leisen Sohlen kommt
Ausgabe: 1999/51, Weihnachten, Feiervorschläge
21.12.1999
- Maria Haunschmidt
In den meisten Familien gibt es feste Feierrituale. Für alle, die auf der Suche sind, bringen wir Anregungen für würdiges Feiern eines traditionellen stimmungsvollen Weihnachtsfestes.
Ein Tipp vorweg: Jungen Leuten soll man eigene Feierformen zugestehen – sie nach Wunsch unter ihresgleichen feiern lassen. Allgemein kann es nicht schaden, gegenüber Unvorhergesehenem möglichst gelassen zu bleiben ...
- Vielleicht gelingt es heuer, dass der 24. Dezember nur mehr ein ruhiger Tag der Einstimmung und Muße ist! Dafür heißt es: Bis zum Vortag die gröberen und zeitraubenden Sachen erledigen. Der Christbaum soll z. B. schon im Ständer und das Weihnachtszimmer auf Hochglanz sein. Bevor man im letzten Moment noch auf – sinnlose – Geschenkjagd geht, ist ein Gutschein noch die bessere Lösung! Krippe aufstellen (Jedes Familienmitglied kann eine Krippenfigur mit einem guten Gedanken zur Krippe tragen).
- Es macht unzufrieden, wenn die einen nur genießen und die anderen nur bedienen! Daher helfen am 24. Dezember nach dem gemeinsamen Frühstück alle bei den letzten Vorbereitungen zusammen: Anfallendes besprechen und aufteilen – wie Friedenslicht holen, Christbaum schmücken, Vergessenes besorgen (wie Spritzkerzen, Filme, Batterien), letzte Päckchen einpacken ...
- Das Mittagessen ist bewusst bescheiden und wenig zeitraubend in der Zubereitung. Viele halten wie früher den 24. Dezember als Fasttag. Oft gibt es nur eine deftige Suppe. (Nebenher für den Abend vorkochen, was schon möglich ist!)
- Nachher einstimmen: Spazierengehen bzw. Friedhofbesuch, Teestunde mit Früchtebrot, Besuch der Kinder-Krippenfeier, zur Beruhigung Mandala malen. Wartet noch jemand auf einen Kurzbesuch, z. B. mit dem Friedenslicht?
- Am frühen Weihnachtsabend halten viele Familien eine letzte Adventfeier, dann nach Familientradition vor oder nach der Bescherung essen (z. B. Karpfen, Bratwürstl mit Sauerkraut).
- Vater/Mutter zünden die Christbaumkerzen an. Wenn die kleine Weihnachtsglocke läutet, kommen die anderen ins Weihnachtszimmer ... Nach dem gegenseitigen Weihnachtswünschen folgen das Vorlesen des Evangeliums und das Singen bzw. Spielen von Weihnachtsliedern, vor allem von „Stille-Nacht“. Nun werden Gebete und Fürbitten gesprochen, die möglichst konkret auf die Familiensituation abgestimmt sind (vorbereitete Texte bereit legen). Wenn alle aktiv miteinbezogen sind, macht das Feiern mehr Freude. Geschenke nacheinander auspacken, zuschauen und zuhören, die Freude auskosten! Oft teilt das jüngste Kind die Geschenke aus. Danach bleibt Zeit zum Miteinanderspielen, zum Reden, ferne Angehörige anrufen – oder anmailen. Die Christmette ist der Höhepunkt und Tagesausklang.