2000 ist ein Jahr von vielem, unter anderem ist es ein Jahr der Bildung. „Bildungsland Oberösterreich“ steht über einer Broschüre aus dem Vorjahr von der Servicestelle für Erwachsenenbildung:
In der Broschüre werden die Erwachsenenbildungseinrichtungen in unserem Bundesland vorgestellt (Bildungshäuser, Bildungszentren, Bildungswerke – unter ihnen eine große Anzahl kirchlicher Häuser – die Informationsstellen der Erwachsenenbildung, Adressen der Bildungsberatung sowie Wissenswertes zum Thema Bildungsweg, etwa die Berufsreifeprüfung). Darüber hinaus sind die Leitlinien zur Erwachsenen- und Weiterbildung vorgestellt, in denen u. a. zu lesen ist: „Der Zugang zur Erwachsenen- und Weiterbildung muss für alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion, politischer oder weltanschaulicher Orientierung, Nationalität und sozialem Status gewährleistet sein . . .“Der Landtagsabgeordnete der Grünen Gunther Trübswasser nahm nun das Jahr der Bildung zum Anlass, auf die „unbefriedigende Situation für Menschen mit Behinderungen“ im Bildungsbereich aufmerksam zu machen. Geistig und mehrfach behinderte Menschen seien derzeit von der Erwachsenenbildung so gut wie ausgeschlossen. Bis auf ganz wenige Angebote – Trübswasser erwähnt das Diakoniewerk Gallneukirchen – haben Behinderte keine Chance auf Weiterbildung oder lebensbegleitendes Lernen. Trübswasser fordert im Bereich der Erwachsenenbildung die verfassungsmäßig vorgeschriebene Gleichstellung für behinderte Menschen. Bildung, die Lebensqualität und berufliche Integration eröffnet, soll behinderten Menschen in gleicher Weise zugängig sein. Das sei keine Aufgabe des Sozialbudgets sondern des Bildungsbudgets.