„Es wird bei dir keinen Armen mehr geben“ (Dtn 15, 4) – diese biblische Verheissung sieht Lukas in der Gemeinde, von der er berichtet, erfüllt. Es ist kein schönes Ideal, keine Utopie, von dem hier berichtet wird, sondern Wirklichkeit. Die Gemeinde sieht sich ganz konkret auf das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe verpflichtet.
Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde dann so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.
2. Lesung 1 Joh 5, 1–6
Gottesliebe und Nächstenliebe sind gleichsam eins: Wer Gott liebt und seine Gebote erfüllt, liebt und achtet auch die Menschen.
Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, stammt von Gott, und jeder, der den Vater liebt, liebt auch den, der von ihm stammt. Wir erkennen, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote erfüllen. Denn die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube. Wer sonst besiegt die Welt außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist: Jesus Christus. Er ist nicht nur im Wasser gekommen, sondern im Wasser und im Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt; denn der Geist ist die Wahrheit.