Frau Meier hat Max mit zum Markt genommen. Er staunt über die vielen Sorten an Obst, Gemüse und Salaten. „Mama, wo kommt das alles her?“, will er wissen. „Auf unseren Bäumen im Garten wachsen doch nur Äpfel und Zwetschken!” Frau Meier erklärt: „Die Bananen sind aus Afrika, die Orangen aus Spanien, Kiwis aus Neuseeland ... .“
„So weit her!“, wundert er sich. „Ja, und weil wir so viel zu essen haben, feiern wir am Sonntag das Erntedankfest, um Gott zu danken, dass er für uns sorgt. Wir haben besonderen Grund zu danken, denn nicht allen Menschen geht es so gut wie uns“, erklärt Frau Meier. „Sorgt Gott nicht so gut für diese Menschen?“ Das ist eine schwierige Frage für die Mutter. Sie versucht Max zu erklären, dass Gott möchte, dass die Menschen die Güter dieser Erde besser aufteilen. Die Reichen müssten besser für die Armen sorgen. „Und was können wir tun?“, fragt Max, weil er findet, dass er zwar nicht arm, aber auch nicht richtig reich ist. Die Mutter erzählt ihm, dass sie zum Beispiel eine besondere Sorte Kaffee kauft, für den die Kaffeebauern einen angemessenen Preis bekommen. „Und du könntest auch was tun“, meint sie. „Es gibt Kinder, die keinen eigenen Garten haben wie wir. Wie wäre es mit einem kleinen Gartenfest mit Palatschinken und selbst gepresstem Apfelsaft?“ Du kannst deine Freunde Basti und Jakob einladen.” Max findet das eine Superidee.
Nach einer Geschichte aus dem Buch von Claudia Scharfenstein-Richter: Was macht der liebe Gott am Sonntag? Kinderfragen zum Jahreskreis, Pattloch-Verlag.