Nicht die soziale Treffsicherheit, sondern die Geldbeschaffung für die Budgetsanierung stand beim „Sozialpaket“ der Regierung im Vordergrund, kritisiert Caritas-Präsident Franz Küberl. Er vermisse die Bereitschaft, die im Expertenbericht aufgezeigten eklatanten Lücken des Sozialsystems zu schließen. Kritische Stimmen zum „Sozialpaket“ kamen letzte Woche auch vom Katholischen Familienverband, der Katholischen Sozialakademie (ksoe), dem Cartellverband (CV), der Katholischen Jugend (KJ) und der Katholischen Frauenbewegung (kfb). Übereinstimmend verweisen KJ, CV und Familienverband darauf, dass die derzeit schlechten Studienbedingungen an den Universitäten keine Gebühren rechtfertigen und dass die Gebühren dazu führen, dass noch mehr Studenten arbeiten und damit länger studieren müssen. Außerdem, so die KJ, werde ein Druck erzeugt, der das ehrenamtliche Engagement Studierender behindere. Kritik üben kfb, ksoe und Familienverband an der Streichung der Mitversicherung. Hier werde nicht berücksichtigt, dass viele Frauen keine entsprechende Arbeit bekommen bzw. was diese Frauen ehrenamtlich leisten. Die kfb fordert eine eigenständige Kranken- und Alterssicherung für alle. Massiv gegen die Verschlechterungen für Arbeitslose protestierten ksoe und Familienverband.