27 Jahre war Mag. Anton Reinthaler Kirchenmusikreferent in der Diözese Linz. Ende Mai verlässt er die Abteilung für Liturgie und Kirchenmusik im Pastoralamt.
Nach seinem Auscheiden aus dem von Mag. Josef Habringer geleiteten Kirchenmusik-Referat wird Mag. Anton Reinthaler künftig ausschließlich für die Musik an der Linzer Domkirche mit dem Domchor zuständig sein – und er wird sich mehr dem Komponieren widmen.Bekannte Namen stehen für die Kirchenmusik in Oberösterreich, von Anton Bruckner bis zu den Brüdern Kronsteiner. Vor fast drei Jahrzehnten begann im Gefolge von Konzil und Diözesansynode der Aufbau des diözesanen Kirchenmusik-Referates. Bei der Feier der Gottesdienste sollten die Gläubigen eine aktive Rolle überrnehmen – auch in der musikalischen Gestaltung. Als junger Musiker wurde damals Mag. Anton Reinthaler mit dieser Aufgabe betraut. Das gemeinsame Gesangbuch für den deutschsprachigen Bereich – Gotteslob – wurde eingeführt. In den Pfarren galt es Kantoren, die über das „Herr, erbarme dich unser“, „Heilig“ und „Lamm Gottes“ hinaus den Antwortgesang zu singen imstande wären, zu finden und zu schulen. Etwa 50 Dekanats-Chortage hat Reinthaler in seiner Laufbahn organisiert. Musikalische Großveranstaltungen we ein Sängerfest zum Diözesanjubiläum (1985) und die Stimmensinfonie im Linzer Stadion von 1993 mit 3000 aktiven Sängerinnen und Sängern fanden über die Grenzen hinaus Beachtung.„Stolz“ ist Anton Reinthaler auf zwei Einführungen. Seit zwei Jahrzehnten bringt eine diözesane Singwoche Sängerinnen und Sänger zusammen. Ein Konzept zur „Stimmbildung“ wurde geschaffen, die nun auch in anderen Diözesen durchgeführt wird.Auch wenn die Chorlandschaft Oberösterreichs gut dasteht und von Land gefördert wird, müsste Kirchenmusik noch viel deutlicher ein Anliegen der Seelsorger werden, meint Reinthaler. Vor allem für den liturgischen Alltag müsste man sich um gepflegte Kirchenmusik kümmern. Trotz aller Modeerscheinungen glaubt er, dass die lateinische Kirchenmusik auch in Zukunft bestehen wird. Kirchenmusik werde populär bleiben, „weil es einfach gute Musik ist“!