Bei der Säuberung des Kettenbaches machten die Reichenthaler einen Sensationsfund: Man stieß auf einen fast lebensgroßen Torso aus Kalkstein, bei dem es sich um den knienden Heiland von Reichenthal handelt. Die Skulptur – sie wird auf ein Alter von mehr als vierhundert Jahren geschätzt – befand sich in der Armensünderkapelle und galt als verschollen. In den Wirren der Bauernkriege – zu Beginn des 17. Jahrhunderts – rissen aufgebrachte Landwirte die Figur aus der Kapelle und warfen sie in den nahen Bach.