Der Zugriff der Forschung auf das menschliche Leben ist im Gang
Ausgabe: 2001/22, Leben, Gen, Schöpfung, Tag des Lebens, Eintrittskarte
29.05.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Auf dem Geispiel-Hügel bei Vöcklabruck haben 400 Menschen letzten Sonntag ein „Schöpfungsfest“ gefeiert. Die Natur in ihrer Herrlichkeit gab die Bühne dazu (Seite 9). Am Geispie hat man früher mit Feuersignalen die Bevölkerung gewarnt, wenn das Leben in Gefahr war.
Es ist Zeit, Warnfeuer anzuzünden, denn Leben ist in Gefahr: „Überzählige“ menschliche Embryonen sollen für die medizinische Forschung verwendet werden dürfen – was derzeit verboten ist – , schlägt der künftige Vorsitzende der Ethik-Kommission der Bundesregierung, Johannes Huber, vor. „Menschliches Leben ist kein Material, das man einfach verwerten und verbrauchen kann!“, warnt die Aktion Leben vor einem solchen Schritt. Zu Besorgnis geben auch die Diskussionen über „Töten auf Verlangen“ und zum „Klonen“ Anlass. Der 1. Juni als „Tag des Lebens“ macht aufmerksam: Der Mensch darf sich nicht als Verteiler der Eintrittskarten in die Schöpfung aufspielen.