Die Bewohner/innen des Studentenheims der Katholischen Hochschulgemeinde Linz klagen über die hohen Mieten.
Seit die Diözese Linz vor vier Jahren von der Leitung der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) verlangte, das Heim kos-tendeckend zu führen, wurden die Zimmerpreise beträchtlich angehoben. Betrug die Miete 1996/97 für ein Einzelzimmer 1.750 Schilling, zahlt man heute 2.587 Schilling. Das entspricht einer Steigerung um 48 Prozent. Das KHG-Heim sollte ein Haus sein, das auch sozial Schwächeren offen steht, fordert die Heimbewohnerin Cornelia Riess. Sie wirft der Leitung des Hauses vor, dass sie es verabsäumt habe, strukturelle Sparmaßnahmen zu setzen, und lediglich mit einer Preiserhöhung reagiert habe.
Heimleiter Dr. Meinrad Schneckenleithner sieht das naturgemäß anders und stellt klar: Vergleicht man die Preise der sechs Studentenheime in der Nähe der Linzer Uni, sieht man, dass der einfache Doppelzimmerplatz und die Kategorie Komfortzimmer in der KHG am billigsten angeboten werden. Beim ein-fachen Einzelzimmer ist aber das WIST-Heim am günstigsten, die KHG ist in dieser Kategorie um 162 Schilling teurer. Schneckenleithner weist darauf hin, dass das Heim ein Klima der Begegnung und Gemeinschaft auszeichnet. Dem widerspricht auch Cornelia Riess nicht, die „noch immer gerne im KHG-Heim wohnt“. Das Haus fasst 135 Student/innen, für das Studienjahr 2001/02 gibt es bereits eine lange Warteliste.