„Zu einer Kirche gehören Glocken“, waren die Bewohner/innen des Linzer Stadtteils Auwiesen bereits seit der Kirchweihe überzeugt. Nun wurde ihr Anliegen Wirklichkeit. Bischof Aichern weihte für die Kirche zum „seligen Marcel Callo“ in der ehemaligen Linzer Tuchfabrik gemeinsam mit Pfarrkurat Christian Öhler und Dechant Franz Peter Handlechner drei Glocken. „Ein erhebender Augenblick, als die Glocken zum ersten Mal läuteten“, meinten viele Mitfeiernde. Wie ernst es um den Wunsch nach Glocken war, zeigt die Spendenbereitschaft der Bewohner von Auwiesen. Zwei Erlagscheinaktionen stießen auf eine Resonanz, die alle Erwartungen übertraf. Die größte Glocke (350 kg) läutet zur Ehre der Heiligsten Dreifaltigkeit und trägt die Inschrift: „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, dem einen Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Diese Form des „Ehre sei dem Vater“ beten die Benediktinermönche auf dem Zionsberg in Jerusalem und betonen damit den Glauben an den einen Gott, der Christen mit Juden und Muslimen verbindet. Die mittlere Glocke erinnert an den Konzilspapst Johannes XXIII. und die „Totenglocke“ an Sr. Maria Restituta Kaufmann.