Katholische Männerbewegung und Bischof Aichern verständigen sich zum Thema Homo-sexualität.
„Homosexuelle Menschen dürfen in keiner Weise ausgegrenzt werden und müssen auch in unserer Kirche Platz haben“, betonte Diözesanbischof Maximilian Aichern in einem Gespräch mit dem Leitungsgremium der Katholischen Männerbewegung der Diözese Linz. Die Seelsorge habe alle Menschen im Blick. „Zur Frage der Segnung homosexueller Paare gibt es vom kirchlichen Lehramt her prinzipielle Bedenken“, heißt es dazu in einer gemeinsamen Aussendung. Im Juli hatte der Vorschlag der Katholischen Männerbewegung Österreichs, ein Segen für homosexuelle Paare solle überlegt werden, Aufsehen erregt. Grundsätzlich begrüßte Bischof Aichern, dass die Männerbewegung auch vor heiklen Themen nicht zurückscheue. Eine pastorale Orientierung in der Frage des Umgangs mit Homosexualität sei beispielsweise an den Diözesen Innsbruck und Wien möglich, wo es bereits entsprechende seelsorgliche Angebote gebe. „Die KMB bemüht sich um Toleranz und Verständnis für ausgegrenzte Gruppen in unserer Gesellschaft“, betonte Diözesanobmann Dr. Franz Gütlbauer. Es gehe um Toleranz auch denen gegenüber, deren Lebensform uns nicht vertraut ist, „die sich aber genauso wie wir um ein christliches Leben bemühen.“