Er stammt aus Ägypten und lehrt an der Josephs-Universität von Beirut. Kaum einer weiß über das heikle Miteinander von Christen und Muslimen so gut Bescheid wie der Jesuit Prof. DDr. Samir Khalil Samir SJ. Am Dienstag, 17. September kommt er nach Linz.
Die Initiative Christlicher Orient, Pro Oriente, der Ritterorden vom Heiligen Grab und die Kirchenzeitung laden zu dieser Begegnung ein. Bereits am Vortag, 16. September, wird wird P. Samir SJ bei der Jahrestagung der Initiative Christlicher Orient im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg sprechen. P. DDr. Samir Khalil Samir wurde 1938 in Ägypten geboren. Er studierte Katholische Theologie und Islamwissenschaften in Rom und Frankreich. In Ägypten war ihm die soziale Entwicklung in den Dörfern ein besonderes Anliegen. Neben seiner Lehrtätigkeit in Beirut wirkt er auch am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom. Die Verständigung zwischen Christen und Islam ist Samir ein wichtiges Anliegen. Auf ihn trifft zu, was etwas die Christen des Tur Abdin immer wieder sagen: „Den Islam kennt nur, wer als Christ unter dem Islam lebt.“ Für Prof. Dr. Johann Hollerweger von der Initiative Christlicher Orient bietet der Vortrag in Linz die Chance, von einem, der wirklich unter Muslimen lebt, sich über die „heikle Nachbarschaft“ von Christen und Muslimen informieren zu lassen. Versöhnung ist für Pater Samir keine Utopie und keine Illusion, sondern eine konkrete Perspektive, eine wirkliche Möglichkeit.
Heikle Nachbarschaft. Vortrag und Gespräch mit Prof. P. DDr. Samir Khalil Samir SJ, Dienstag, 17. September 2002, 19.30 Uhr, Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz, Bethlehemstraße 20. Auch der Besuch der ICO-Jahrestagung ist möglich: 16./17. 9., Bildungshaus St. Virgil. Tel./Fax-Anmeldung: 0732/77 35 78.