Besorgt über die „Pflegegeldmisere“ zeigt sich Franz Zdrahal, Leiter des Mobilen Caritas Hospizes und Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft: „Wenn erst sechs bis zehn Monate nach der Antragstellung auf Pflegegeld die erste Zahlung erfolgt, ist der Patient meistens schon tot.“ Nach der erfreulichen Umsetzung der Familienhospizkarenz müsse es nun darum gehen, auch für die Existenzsicherung der pflegenden Angehörigen zu sorgen. Und da werde das Geld sofort benötigt. Ebenfalls sehr häufig sei auch die Einstufung in die verschiedenen Kategorien der Pflegebedürftigkeit zu hinterfragen. „Das ist auch sehr, sehr verbesserungsbedürftig“, so Zdrahal. Während in der Privatwirtschaft die Einführung der Hospizkarenz bislang klaglos verlaufen sei, gebe es im öffentlich-rechtlichen Sektor noch einigen „Sand im Getriebe“. Franz Zdrahal zeigt sich aber überzeugt, dass auch hier die Umsetzung bald klaglos funktionieren werde.