Frauenprojekt in Afghanistan unter Caritas-Patronanz
Ausgabe: 2002/48, Hirsch, Quendler, Afghanistan, Nachbar in Not, Krieg, Caritas
26.11.2002
- Ernst Gansinger
Peter Quendler und Otto Hirsch initiieren ein Hilfsprojekt für Frauen in Afghanistan.
Peter Quendler ist ein aus der „Nachbar in Not“-Hilfsaktion bestens bekannter Katastrophenhelfer der Kärntner Caritas. Mittlerweile in Pension, traf er in Linz mit dem Kirchenzeitungs-Solidaritäts-Preisträger Otto Hirsch zusammen, um mit ihm ein Projekt unter Caritas-Fittichen in Afghanistan zu starten.
Eine Schule für 200 Mädchen und daran angeschlossen eine Berufsausbildungsstätte für 40 Frauen in der Textilfertigung werden errichtet. Die beiden Projektpartner konnten für das Ein-Million-Euro-Projekt in Afghanistan, kompetente Partner finden. Ähnlich wie bei „Nachbar in Not“ streben sie auch bei diesem Projekt die Integration der österreichischen Wirtschaft an. Für österreichische Unternehmen könnte das Projekt ein Türöffner für spätere Geschäftsbeziehngen in Afghanistan werden. Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Christoph Leitl hat schon seine Unterstützung zugesagt. Die Patronanz über „Solidarität gegen den Krieg“ haben die Präsidentin des oberösterreichischen Landtags, Angela Orthner, sowie der Präsident der Caritas Österreich, Franz Küberl, und Präsident Leitl übernommen.
Die beiden Projektpartner Hirsch und Quendler waren auch in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. Sie sahen eine Kinderkrebsklinik, in der 35 kleine Patienten von Professor Dilshold Zikirjahkhodzaey und seinem Team unter unvorstellbaren Umständen betreut werden. Es fehlt an medizinischen Geräten und Lebensmitteln. Otto Hirsch, selbst Rotarier, hat durch die Hilfe einiger Rotary- und Lionsclubs etwa 10.000 Euro aufgetrieben, mit denen heuer die Verpflegungskosten abgedeckt werden sollen.
Das Spendenkonto der Caritas: Kärntner Sparkasse 5587, Stichwort „Afghanistan“