Für den Klimaschutz sind wir alle verantwortlich. Jeder Einzelne kann und soll etwas tun. Auch Pfarren können für die Schöpfung handeln.
Manchmal ist die 13 eine Glückszahl. Von 13 oberösterreichischen Pfarren ist bekannt, dass es Gruppen oder Fachausschüsse gibt, die sich mit Umwelt- und Klimafragen beschäftigen.Eine dieser Pfarren ist Niederneukirchen. Den Fachausschuss für Umweltfragen gab es schon in der vergangenen PGR-Periode. Mittlerweile hat sich die Beschäftigung mit Klimafragen darüber hinaus entwickelt. In der Arbeitsgemeinschaft Klimabündnis sitzen Pfarrgemeinderäte, Gemeinderäte und Interessierte. „Die Zusammenarbeit klappt gut“, so Dr. Alois Karan vom PGR.
Neben anderen Aktivitäten, wie einer Schulausstellung, stand in diesem Jahr das Pfarrfest ganz im Zeichen des Klimaschutzes: Es wurde am autofreien Tag (22.9.) gefeiert. Der Klimabündnis-Arbeitskreis gestaltete den Festgottesdienst.
Zum ausgezeichnet besuchten Fest waren praktisch alle auf Schusters Rappen oder mit dem Rad gekommen. Für die 150 Drahtesel fand eine Fahrradsegnung statt und es bestand die Möglichkeit, sie kostenlos überprüfen und kodieren zu lassen. Dass die Organisator/innen des Festes auf ökologische Kriterien und fair gehandelte Produkte Wert legten, verstand sich von selbst.
Aktivitäten der Diözese
Auf diözesaner Ebene gibt es seit geraumer Zeit den Fachausschuss „Handeln für die Schöpfung“. Wichtigster Arbeitsschwerpunkt in der nun ablaufenden Funktionsperiode war die Einführung der Energiebuchhaltung für kirchliche Gebäude. Im ersten Jahr beteiligten sich daran gut ein Fünftel der oberösterreichischen Pfarren. Mit den eingelangten Daten werden die Energiekennzahlen berechnet, was zu einem objektiven Vergleich des Energiehaushalts führt.
In einem nächsten Schritt bot der Ausschuss den Pfarren eine professionelle Beratung durch den Energiesparverein an. Mitgemacht hat zum Beispiel die Pfarre Traun. Für das gut 35 Jahre alte Pfarrheim wurden viele Verbesserungsmöglichkeiten gefunden. Zur Realisierung bedarf es einer grundlegenden Sanierung des Gebäudes, die aber in absehbarer Zeit ohnehin ansteht. Pfarrer Franz Wild zeigte sich froh über die Ergebnisse, die in die Planung einfließen können.