Applaus gab es beim Diözesantag der Katholischen Männerbewegung für ihren Vorsitzenden Dr. Franz Gütlbauer, als dieser klare Worte zur derzeitigen Flüchtlingspolitik fand: „Wir haben eine große Verantwortung für andere Menschen – niemand darf in die Armut abgeschoben werden“, betonte er.
Im Zentrum des mit rund 400 Teilnehmern gut besuchten Diözesantages im Bildungshaus Schloss Puchberg stand ein Referat von Dr. Erhard Busek über „Christliche Werte im Neuen Europa“. „Wenn sich die Menschen ein bisschen mehr an die zehn Gebote halten würden, dann wäre das Zusammenleben der Menschen besser gesichert“, meinte der EU-Sonderbeauftragte für Südosteuropa. Schwierig zu überwindende Grenzen sieht Busek weniger auf den Landkarten oder in wirtschaftlichen Fragen, sondern in den Köpfen: „Wie wir denken, wie wir den anderen verstehen, da beginnt die Aufgabe der Christen.“Christen dürften nicht akzeptieren, dass religiöse Fragen verwendet werden, um Machtkonflikte zu führen, betonte Busek. Große Stücke setzt Busek auf den Prozess des Mittelosteuropäischen Katholikentages. Dabei sollten die Christen selbst besser zueinander finden. „Sehr mögen sich die Kirchen untereinander nicht“, spielte er auf Spannungen an. Die Frage der Gemeinschaft der Christen sei jedoch für Europa eine entscheidende Frage.