Es kam nicht von einem Tag auf den anderen. Die kontinuierliche Seelsorge im Kremstal führt zu einem Aufbruch. Über 3.000 Leute kamen letzte Woche zu den Begegnungstagen.
Noch einmal kamen am Samstag Abend 900 Menschen in den Micheldorfer Freizeitpark. Schon am Sonntag zuvor waren es 800 Menschen, während der Wochentage immer zwischen 430 und 700 gewesen. In der ökumenischen Woche der Begegnung in Micheldorf gipfelte, was schon in den Monaten und Jahren zuvor durch die Zusammenarbeit der Pfarren im Kremstal begonnen wurde. 30 Pfarrgemeinden haben sich an der Bibelausstellung beteiligt, die an 14 Standorten gezeigt worden war.Das „Suchen und Finden“ – so der Leitsatz der Begegnungstage – wird immer mehr zu einer gemeinsamen Sache. Dr. Monika Nemetschek und Pfarrer Klaus Eickhoff begleiteten als Vortragende durch die Begegnungstage. Die Suche nach dem Glück, die Suche nach Leben angesichts der Erfahrung des Sterbens, waren Themen. Worauf ein Glaubender hoffen darf, wie Gott sich finden lässt, das waren Themen an den einzelnen Abenden. Im Vorprogramm entstand jeweils schon ab 19.30 Uhr „Stimmung“, ob mit den Kabarettistinnen Freda & Frieda am ersten Abend, oder mit den Mollner Maultrommlern und anderen. Monika Nemetschek zeigte sich tief bewegt über den Aufbruch, der da spürbar war. Anstrengende Tage waren es für sie, denn viele wollten bis in die Nacht hinein noch zur Sprache bringen, was sie auf dem Herzen hatten.Sich den Glauben nicht madig machen zu lassen, darin wurden viele bestärkt in diesen Tagen, meinte Carlo Neuhuber. Im großen Raum des christlichen Glaubens lässt sich Freude schöpfen. „Ich habe das alles noch einmal durchlebt“, erzählte eine Frau, als es um die Erfahrung des Sterbens ging. Sie hatte es in ihrer Familie erst vor kurzem erleben müssen. Ein Stück Erlösung von einem großen Schmerz hat sie an diesen Tagen erlebt. Die „Ökumenische Initiative“ im Kremstal ist auch zu einer großen Gebetsgemeinschaft geworden. Rund 4.000 „Gebetsfalter“ wurden bei den Begegnungstagen ausgegeben. Viele tragen die gemeinsamen Anliegen im Gebet mit. In den Pfarren wird das Projekt mit vielen Einzelveranstaltungen weitergeführt.