Die Renovierung der Pfarrkirche Engelhartszell ist fast abgeschlossen. Nun kehrte die Pfarre aus der Stiftskirche in ihre Kirche zurück.
Knapp vor Allerheiligen hatten Friedhofsbesucher in Engelhartszell die Möglichkeit, schon mal in den restaurierten Innenraum der Pfarrkirche zu blicken. Ein halbes Jahr waren die Pfarrangehörigen bei der Sonntagsmesse in der Stiftskirche zu Gast gewesen, vergangenen Sonntag weihte Bischof Maximilian die Pfarrkirche nach der Renovierung neu. Aichern sagte in seiner Festpredigt: „Die Kirche ist Gotteshaus und Versammlungsort für alle, die gemeinsam das Wort Gottes hören wollen, aber auch für jene, die verzweifelt sind oder einfach nur Danke sagen wollen, für alles, was wir sind und haben!“ Er bedankte sich auch bei den vielen freiwilligen Helfern. Bereits im Jahr 2001 war mit den ersten Planungsarbeiten begonnen worden, im April begannen die freiwilligen Helfer: Die Kirche wurde ausgeräumt, der Putz abgeschlagen und elektrische Leitungen verlegt. Malerarbeiten, die Verlegung der Bodenheizung, die Pflasterung, die Restaurierung der Bänke und die Verkleidung der zwei Seitenaltäre mit Marmorplatten wurden von Firmen übernommen. Nach der Vergrößerung der Apsis ist jetzt mehr Platz, ein neuer Ambo wurde aufgestellt und das spätgotische Taufbecken mehr ins Zentrum gerückt. Frei werdende Bankreihen sind nun in der Empore untergebracht. Alle Bankreihen haben nun ein Holzfundament, das mit einer Verstärkereinrichtung für hörbeeinträchtigte Personen ausgestattet ist. Die Bänke sind jetzt auch viel heller, was sich in der Gesamtwirkung der Kirche niederschlägt: „Der Kirchenraum sieht jetzt ganz anders aus“, sagt Pfarrer Jaroslaw Niemyjski. Die beiden Seitenaltäre und die Kanzel sind bereits restauriert, die Restaurierung des Hochaltares folgt bis Weihnachten, die Sanierung der barocken Kreuzwegbilder ist geplant. Insgesamt kostete die Innensanierung 150.000 Euro, die von Land, Diözese, Marktgemeinde sowie Gruppen und Einzelpersonen aus der Pfarre aufgebracht wurden. Für die abschließenden Arbeiten bittet Pfarrer Niemyjski weiterhin um Unterstützung. hn