In zehn Jahren haben rund 50.000 Menschen an den Spiegel-Spielgruppen des Kath. Bildungswerkes teilgenommen. Für viele Familien bietet Spiegel Integration in Pfarre und Gemeinde.
„Am Anfang kamen vor allem die neu Zugezogenen mit den Kindern. Nach und nach kamen die ,alt Eingesessenen’ dazu“, erzählt Gabriele Schinwald. Vor fünf Jahren stieß sie, die selbst neu in die Region rund um Oberhofen am Irrsee gezogen war, auf den Spiegel-Treffpunkt. Seit drei Jahren betreut sie selbst Gruppen von Kindern mit Eltern bzw. auch die Kreativ-Gruppe für jene Kinder, die keine Begleitung durch die Eltern mehr brauchen.
„Wir treffen uns um 9 Uhr und singen ein Begrüßungslied, dann machen wir Singspiele und Reime. Die Jause bringt jeweils eine andere Mutter mit. Danach wird gebastelt. Kürzlich waren es die Laternen für den Umzug, jetzt geht es schon auf Nikolaus zu. Zum Abschluss verabschieden wir uns mit einem Lied“, erzählt die zweifache Mutter, wie es bei den Spielgruppen von Spiegel zugeht. Ihre eigenen beiden Kinder sind mittlerweile in der Schule, doch sind sie mit den Spiegel-Gruppen in Oberhofen aufgewachsen.
1994 – im Jahr der Familie – wurde der Spiegel-Treffpunkt Oberhofen als erster von mittlerweile 135 in Oberösterreich gegründet. Wöchentlich finden an die 600 Veranstaltungen statt – wie z. B. die vier Gruppen in Oberhofen. 20 Ausbildungslehrgänge haben seither ehrenamtliche Mitarbeiter/innen ausgebildet. Neben den Spielgruppen bietet das Angebot des Katholischen Bildungswerkes Elternbildung, organisatorische Unterstützung und Beratung in Erziehungsfragen.
In vielen Pfarren sind die Spielgruppen Ausgangspunkt für weitere kindgerechte Aktivitäten: In Oberhofen gestalten die Spiegel. Engagierten auch die Kinderliturgie zu Weihnachten. Für Gemeinden sind sie eine Hilfe bei der Intergration neu Zugezogener. Mit 3 bzw. 3,70 Euro pro Einheit ist Spiegel auch ein Angebot, das finanziell für junge Familien leistbar ist. Das Spielgruppenangebot richtet sich an Kinder von 1 bis 5 Jahren und ihre Eltern.