Kirche ist nach wie vor für Jugendliche ein wichtiger „Begegnungsort“, meinte Dr. Ilse Kögler, die Rektorin der Katholischen Privatuniversität Linz, am Montag, 9. Mai in einem Pressegespräch. Ein absichtsfreies, nicht vereinnahmendes Interesse füreinander sei daher die richtige Basis auch für Jugendarbeit. „Widerfahrene Wertschätzung und Respekt sind für Jugendliche grundlegende Voraussetzungen, sich zur Kirche zugehörig zu fühlen“, meinte die Expertin in Jugendforschung. Die meisten Jugendlichen bewegten sich heute in „Szenenkulturen“, in denen sie sich nach Interessengebieten zusammenfinden. Daneben gebe es aber nach wie vor die familienzentrierte Jugend, die gut mit der Struktur der Kirche heute zusammenfindet. Allerdings: Auch solche Jugendliche wählen aus den Angeboten aus – und zwar aus unterschiedlichen religiösen Angeboten. Für viele Jugendliche ist die Firmung ein „Event“. „So schön feiern wie in der Kirche kann man eben sonst kaum wo“, meinte Kögler. Wie in den letzten Jahren werden auch heuer wieder mehr als 13.000 Jugendliche gefirmt, legte Mag. Maria Eichinger, Beauftragte für Firmpastoral, Zahlen vor. Insgesamt lasse sich die Religiosität Jugendlicher keineswegs nur am Kirchenbesuch messen. Der Innviertler Jugendleiter Manfred Hofmann appellierte: Man soll die Jugend nicht nur als Zukunft der Kirche verstehen, sondern als ihre Gegenwart. Jugendarbeit soll Jugendliche begleiten – und so Kirche vermitteln.