Ausgabe: 2008/19, Ethanol, Brasilien, Marina Silva, Antonio Canuto, Zuckerrohr
07.05.2008
Wenn Brasiliens Umweltministerin Marina Silva ihrem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel erkläre, dass die Ethanolerzeugung weder zu Lasten des Regenwaldes noch der Nahrungsmittelherstellung gehe, sage sie nicht die Wahrheit, so der Generalsekretär der brasilianischen „Kommission für Landseelsorge“ (CPT), Antonio Canuto. Verschiedene neue Studien belegten eindeutig, dass auf früheren Weideflächen in Amazonien immer mehr Zuckkerrohr zur Treibstoffproduktion angebaut werde. Auch habe sicgh durch die Verlagerung der Viehzucht die illegale Abholzung stark beschleunigt.