Die Situation minderjähriger Flüchtlinge nimmt Papst Franziskus in seiner schon jetzt veröffentlichten Botschaft zum Weltmigrantentag (15. Jänner) in den Blick: Zwar hätten die Staaten das Recht, die Migrationsströme zu kontrollieren. Sie hätten aber auch die Pflicht, „Lösungen für die minderjährigen Flüchtlinge zu finden und ihre Position zu legalisieren“, schreibt der Papst.
Unterdessen kritisiert die Katholische Aktion Österreich bei ihrer Jahrestagung in St. Georgen/Längsee manche Aspekte der aktuellen Abschiebepraxis bei Asylwerbern: Es sei menschenunwürdig, wenn Personen, die durch Deutschkurse, Schulbesuch, gemeinnützige Arbeit und Interesse am Gemeinschaftsleben ihre Integrationsbereitschaft bewiesen hätten, wieder herausgerissen und traumatisiert würden, hieß es. Außerdem sei dies eine Vergeudung von österreichischem Steuergeld, wenn die Integrationsmaßnahmen nicht im Land Früchte tragen könnten.