Ausgabe: 2010/20, Kopf der Woche, Dr. Monika Udeani, Kongress der Pfarrgemeinderäte, Mariazell, Monika Udeani, Pastoraltheologin, Pfingsttreffen, Steyler,
19.05.2010
- Hans Baumgartner
Beim Kongress der Pfarrgemeinderäte in Mariazell richtete sie den Blick auf die Zukunft. Lebendige, weil menschennahe Pfarrgemeinden liegen der Linzer Pastoraltheologin Monika Udeani sehr am Herzen.
Sie ist überzeugt: Die Pfarren und die Kircheinsgesamt haben Zukunft, wenn sie sich von den „Zeichen der Zeit“ in ihrem Glauben anfragen lassen und mit den Menschen einen Weg durch die Klippen des Lebens suchen. Die Linzer Pastoraltheologin Monika Udeani hält überschaubare Pfarrgemeinden, wo das Evangelium menschennah gelebt werden kann, für unentbehrlich. Sie sind herausgefordert, sich offen zu gestalten und gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten. „Pfarrgemeinden sind eine Form stärkender Weggemeinschaft, weil es miteinander leichter ist zu begreifen, dass wir von Gott unerhört Beschenkte sind. Das gibt Mut und Freude uns füreinander, aber auch für andere einzusetzen und angreifbar zu machen.“ Begeistert. Gemeinsam mit Rainer Bucher von der Uni Graz hat Monika Udeani beim PGR-Kongress in Mariazell den Fokus auf die Zukunft der Pfarrgemeinden gerichtet. Dahinter steht auch ein persönliches Anliegen. Die gebürtige Dornbirnerin ist „in einer stark vom Konzil geprägten Pfarre“ groß geworden. Bei den Pfingsttreffen der Steyler hat sie alte China-Missionare kennengelernt, die einen sehr weiten Blick hatten und wussten, Gott ist vor uns bei den Menschen. Nach dem Theologiestudium in Innsbruck arbeitete sie als Pastoralassistentin, Gemeindeberaterin und Universitätsassistentin in Linz. „Dabei bin ich immer wieder Menschen begegnet, die mich mit ihrem Einsatz und ihrer Art, wie sie Kirche erlebbar machen, begeistert haben.“
„Die Pfarren stehen heute aufgrundgesellschaftlicher und kirchlicherVeränderungen vor großen Herausforderungen. Aber das ist bei weitem nicht nur eineVerlustgeschichte. Das kann auch eine Chancen-Geschichte sein.“