Zwei Drittel des gesamten Kunststoff-Mülls in Westeuropa gehen auf Verkaufverpackungen zurück. Sie belasten die Natur – und wären vermeidbar: durch kompostierbare Verpackungen aus Bio-Kunststoffen.
Sie sind noch teuer, aber es gibt sie: Sackerl und Säcke, Becher und Folien, Besteck und Pflanzentöpfe, sogar Flaschen, hergestellt aus Mais-, Weizen- oder Kartoffelstärke, aber auch aus Stroh und Bambus, Gras und Flachs. Gewöhnliche Kunststoffe werden aus Erdöl hergestellt. Doch Erdöl wird immer knapper und belastet die Umwelt schwer. 80 Millionen Tonnen kostbares Erdöl werden jährlich zu Kunststoffen verarbeitet. Die Entwicklung von Kunststoffen aus Pflanzen ist ein zukunftsweisender Ersatz.
Länger frisch im Bio-Sackerl. Für den privaten Haushalt sind vor allem Verpackungen für Lebensmittel interessant. Brot zum Beispiel bleibt im BIO-Sackerl länger frisch. Doch zu einer wirklichen Verbesserung der Öko-Bilanz führt nur, wenn man insgesamt von Wegwerf-Produkten wegkommt. Ein herkömmlicher Plastik-Mehrwegbecher weist auch künftig eine insgesamt bessere Öko-Bilanz auf als ein Einweg-Biobecher, machen die Experten von der „Umweltberatung“ aufmerksam. Müll vermeiden bleibt auch künftig die Hauptdevise. Für die Landwirtschaft bedeutet der Anbau von Rohstoffen eine neue Chance, solange damit nicht die Produktion notwendiger Lebensmittel eingeschränkt wird. u Eine Liste von Bezugsquellen finden Sie unter http://www.umweltberatung.at/start.asp?ID=37723&b=2516