Seit heurigem März trainierten alle 85 Jugendliche mit Beeinträchtigungen, die in den „Joker“-Höfen Tollet und Taufkirchen arbeiten und wohnen, für ein großes Projekt: Aufgeteilt in 30 Tandems (1 Jugendliche/r, 1 Betreuer/in) gingen sie zwischen 28. und 31. August den Jakobsweg, aufgeteilt in 30 verschiedene Portionen.
Am 31. August um 16 Uhr war dann der gesamte Pilgerweg lückenlos geschlossen. 30.000 Trainingskilometer vor dem Pilgern und mehr als 2000 zu Fuß zurückgelegte Kilometer, 450 Nächtigungen an 120 Orten, 22 Flüge nach Bilbao sowie 17 Flüge nach Toulouse während der Pilgertage – das sind einige Eckdaten dieses umfangreichen Projektes. 160 Menschen gingen eine Startetappe von Wels nach Lambach. Am 28. August brachen dann die 30 Wanderduos von jeweils anderen Startorten auf. Jeder Startort war drei Tage später für das nachfolgende Duo Zielort. Für je drei Pilgerduos gab es ein Begleitfahrzeug.
Nachhaltige Eindrücke. „Gemeinsam Chancen erkennen und soziale Kompetenzen trainieren“, war für Joker-Hof-Leiter Franz Kronegger ein wichtiges Ziel dieses Projektes. Alle Pilger/innen haben nachhaltige Eindrücke und bleibende Erinnerungen geschöpft. Für einen Jugendlichen war das schönste der Nachtflug von Toulouse nach München. „Wie ich da hinuntergeschaut habe, habe ich mir gedacht, das ist ein Weihnachtsmarkt für Ameisen.“
Viele halfen mit. Dass dieses Projekt mit dem großen organisatorischen und auch finanziellen Einsatz möglich wurde, ist sehr vielen Spender/innen und Unterstützerinnen zu verdanken. Als Hauptsponsor stellte sich einmal mehr die Frölig AG hinter die Joker-Höfe.