Der diesjährige „Weltgebetstag der Frauen“ wird am 3. März unter dem Motto „Habe ich dir Unrecht getan?“ begangen. Im Fokus stehen heuer als Schwerpunktland die Philippinen, der fünftgrößte Inselstaat der Welt.
Ausgabe: 2017/09
28.02.2017
In über 170 Ländern – darunter Österreich – werden interkonfessionelle Gottesdienste gefeiert und als Zeichen weltweiter Solidarität Kollekten gesammelt, um Projekte zur Besserung der Lebenssituation von Frauen zu unterstützen. Ausgangspunkt der liturgischen Texte zum Weltgebetstag ist diesmal das biblische Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1–16), das zum Nachdenken über die Folgen ungerechter globaler Wirtschaftsstrukturen anregen soll: „Für Jesus ist es ganz natürlich, großzügig zu geben. Die Arbeiter, die den ganzen Tag gearbeitet haben, sehen es als ihr gutes Recht mehr zu bekommen und erheben lauten Protest“, heißt es auf der Weltgebetstag-Website. Der Alltag philippinischer Arbeiterinnen, Tagelöhnerinnen und Alleinerzieherinnen sei vielfach „von Abhängigkeiten und prekären Verhältnissen geprägt“. Viele Filipinas seien auch heute Opfer von häuslicher Gewalt oder Sexhandel.
Kollekte. In Österreich tragen Frauenorganisationen christlicher Kirchen und Gemeinschaften den Gebetstag, der in zahlreichen Gemeinden begangen wird. Wesentlicher Bestandteil jeder Gottesdienstfeier ist die Kollekte, über deren Verwendung die nationalen Weltgebetstagskomitees unabhängig vom internationalen Komitee entscheiden. Mit der Kollekte der österreichischen Gemeinden werden vorwiegend Projekte in vielen Ländern der Erde gefördert, die über Projektpartner vor Ort durchgeführt werden, aber weitgehend von den unterstützten Frauen selbstverantwortlich mitgetragen werden sollen. Infos: www.weltgebetstag.at