Nächstes Jahr im Februar jährt sich zum 80. Mal der Ausbruch des Bürgerkrieges in Österreich 1934. Ein Forschungsprojekt des Landes Oö. schaut auf den Alltag der Bürgerkriegszeit.
Es war ein Aufstand gegen den autoritären Ständestaat und führte zur Vertiefung der politischen Gräben. Oberösterreicher waren in führenden Positionen in die Geschehnisse involviert. Intensiv wurde in Linz, Steyr und im Kohlerevier am Hausruck gekämpft. Die dabei aufgerissenen politischen Gräben wirkten lange nach.
Im Rahmen des Forschungsprojektes „Oberösterreich 1918 – 1938“ arbeiten etwa 60 Wissenschaftler/innen aus ganz Österreich zu dieser Epoche. Den Anfang machte das Gleißner-Buch von Franz X. Rohrhofer.
Als aktuelles Projekt in dieser Reihe will sich das Buchprojekt „14 Tage in Oberösterreich“ mit dem Blick auf die Bürgerkriegszeit vor allem an ein jüngeres Publikum wenden. Das Projekt blickt über das ganze Land, schaut auch auf den Alltag im Bürgerkriegsjahr. Schwerpunkte bilden Ausschnitte aus oö. Gendarmeriechroniken und ein Blick auf damalige Tages- und Wochenzeitungen.
Die Publikation wird 200 Seiten umfassen und soll laut Landes-hauptmann Dr. Josef Pühringer dazu beitragen, dass Demokratie nicht mehr in Frage gestellt wird. Sie soll auch mahnen, alles zu unternehmen, damit Menschen Arbeit haben. Eine dritte Lehre gilt der politschen Auseinandersetzung, die den Gemeinsinn über das Trennende stellen muss.