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Die größte, internationale Gedenkfeier findet in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am Sonntag, 5. Mai 2019 statt. Sie wird vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) organisiert, das vom Österreichischen Gewerkschaftsbund, von der Bischofskonferenz der katholischen Kirche und den Israelitischen Kultusgemeinden gegründet wurde. Bischof Manfred Scheuer ist einer der Sprecher der Gründungsorganisationen.
Herr Bischof, was empfinden Sie innerhalb der Mauern des ehemaligen Konzentrationslagers – eines „stummen, steinernen Zeitzeugnisses“, wie es die Lagergemeinschaft formuliert hat?
Bischof Scheuer: Beklemmung, Ohnmacht und Betroffenheit. Das KZ ist kein guter Ort, kein Kraftort, es ist eigentlich ein Ort der Zumutung. Und gerade deshalb ist es wichtig, dass wir solche Orte pflegen und bewusst besuchen. Würden wir einen solchen Ort meiden, würden wir eine ehrliche Auseinandersetzung mit unserer Geschichte meiden. Wir würden dem Vergessen Tür und Tor öffnen.
Bei der internationalen Gedenk- und Befreiungsfeier finden auch ein ökumenischer Gottesdienst, Kundgebungen und der gemeinsame Auszug aus dem Lager als Höhepunkt statt. Was braucht es, damit das Gedenken auf Gegenwart und Zukunft ausstrahlen kann?
Bischof Scheuer: Das Gedenken ist in dieser Form wichtig, weil so einmal im Jahr – auch medial – die Erinnerung an die Opfer und die Gewaltverbrechen des Nationalsozialismus ins Licht gerückt wird. Die Macht der Bilder ist da schon etwas Entscheidendes. Wir müssen uns aber auch der Tatsache stellen, dass in naher Zukunft keine unmittelbaren Zeitzeugen mehr leben werden. Wir müssen alles daransetzen, eine zeitgemäße pädagogische Aufbereitung des Gedenkens für die junge Generation sicherzustellen. Das Schlimmste wäre, wenn das Gedenken irgendwann lediglich als inhaltsleere Folklore wahrgenommen würde.
Freitag, 3. Mai:
- Kirchdorf an der Krems. 14.30 Uhr, beim Denkmal zur Erinnerung an die Todesmärsche der evangelischen Kirche.
- Spital am Pyhrn. 17 Uhr, Kirche St. Leonhard, in Erinnerung an das „Fremdvölkische Kinderheim“.
Samstag, 4. Mai:
- Gunskirchen. 10 Uhr, Treffpunkt KZ-Denkmal an der Bundesstraße 1, „Walk of Solidarity“ bis 10.30 Uhr zum ehemaligen KZ-Friedhof Gunskirchen, bei Schlechtwetter im Veranstaltungszentrum.
- Ebensee. 10.30 Uhr, KZ-Opferfriedhof, Gedenkrede von Marlene Streeruwitz.
- Sankt Georgen an der Gusen. 15 Uhr, Eingang Stollen „Bergkristall“, Brunnengasse. Der Rest-Stollen kann am 2., 3. und 4. Mai besichtigt werden: Tel. 07238 22 69 52.
- Langenstein. 17 Uhr, Gusen-Memorial.
Sonntag, 5. Mai:
- Mauthausen. KZ-Gedenkstätte, ab
8 Uhr: Kundgebungen bei den Denkmälern; 9.45 Uhr: ökumenischer Wortgottesdienst in der Kapelle mit Bischof Manfred Scheuer, Bischof Michael Bünker und Metropolit Arsenios Kardamakis; 10 Uhr: Jugendgedenkfeier; 11 Uhr: Feier auf dem ehemaligen Appellplatz; 12.45 Uhr: gemeinsamer Auszug. Programm: www.mkoe.at
- Ried in der Riedmark. 15.30 Uhr, Gedenkstein „Mühlviertler Hasenjagd“.
Montag, 6. Mai:
- Steyr. 17.30 Uhr, KZ-Denkmal Haager Straße, bei Schlechtwetter im Feuerwehrhaus Münichholz.
- Redl-Zipf. 18 Uhr, KZ-Mahnmal.
Dienstag, 7. Mai:
- Attnang-Puchheim. 18.30 Uhr, Denkmal am Bahnhof.
Mittwoch, 8. Mai:
- Vöcklabruck. 14 Uhr, Gedenkstein Bezirkssporthalle.
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