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In erster Linie denken die meisten beim Thema Haustiere und Umweltschutz wohl an die Nahrung. Es ist nicht sinnvoll, Hunden und Katzen hochwertiges Fleisch zu verfüttern, das auch Lebensmittel für Menschen sein könnte. Selbst wenn es noch so biologisch und fair zu den Nutztieren produziert worden ist, ist es nachhaltiger, Teile von Nutztieren zu verfüttern, welche viele Menschen nur ungern essen würden, etwa Kutteln oder Zungen oder Fischnebenprodukte. Es gibt auch Tierfutter aus Speiseresten, wobei gesetzlich genau definiert ist, was dabei verarbeitet werden darf.
Für die Tiere selbst spielt es keine Rolle, woher ihr Futter kommt, „solange das Nährstoffverhältnis vollständig und ausgewogen und die Qualität gewährleistet ist“, wie der Verein „Vier Pfoten“ empfiehlt. Haustieren das beste Fleisch zu verfüttern, wäre Lebensmittelverschwendung.
Hunde können auch Gemüse fressen, bis zu drei vegetarische Mahlzeiten pro Woche sind möglich. Wer das Futter selbst zubereitet, sollte sich von einem Tierarzt oder einer Tierärztin beraten lassen.
Was dafür spricht, das Futter selbst zuzubereiten, ist auf jeden Fall die Vermeidung von Verpackung, die bei gekauftem Futter anfällt und entsorgt werden muss.
Auf die richtige Menge des Futters in der jeweiligen Lebensphase des Tieres zu achten, ist nicht nur gut für die Umwelt und die Brieftasche, sondern hilft auch, Übergewicht bei Hund und Katze zu vermeiden.
Dass das Futter möglichst frei von Chemikalien und Giften sein soll, versteht sich hoffentlich von selbst.
Und wie bei Lebensmitteln für Menschen kann man auch beim Futter für Haustiere auf Regionalität und die aktuelle Saison achten. Vielleicht mag der Hund einmal an einer Karotte statt an einem Kauknochen nagen? Das spart unter Umständen lange Transportwege und damit CO2.
Ein wichtiges Thema bei Hunden ist die Frage des „Sackerls“ für die Hinterlassenschaften. Dass der Kot von Hunden nicht einfach liegen gelassen wird, sollte selbstverständlich sein. Generell kann der Kot von Fleischfressern Parasiten und Erreger enthalten, die für Mensch und Tier lebensgefährliche Krankheiten auslösen können. Gefahr herrscht etwa für Wiederkäuer, die verseuchtes Gras fressen. Auch Kotbeutel aus verrottbaren Stoffen müssen deshalb im Restmüll entsorgt werden. In der Biotonne würde der Kompostiervorgang nicht ausreichen, um die Keime zu vernichten.
Für Katzen ist die Streu für das Kisterl ein Thema. Es gibt pflanzliche Alternativen zu mineralischer Katzenstreu, aber aus denselben Gründen wie bei Hunden muss die Katzenstreu jedenfalls in den Restmüll.
An die Umwelt denken kann man auch beim Spielzeug für die lieben Tiere: Statt neuem Spielzeug aus Plastik kann man Gebrauchtes neu gestalten. So wird aus einem alten T-Shirt ein Wurfspielzeug für den Hund, aus einer zusammengeknüllten Seite der gelesenen Zeitung ein Ball für die Katze. Papier kann auch gefaltet und an einer Schnur befestigt ein hervorragendes Spielzeug sein – aber Achtung: Das Tier sollte dabei nicht alleine gelassen werden, damit es sich nicht strangulieren kann.
Und wer die Fellhaare seines Tieres entfernen möchte, kann das mit einem Gartenhandschuh oder einer alten Strumpfhose probieren.
Natürlich gibt es Haustiere, die einen kleineren ökologischen Fussabdruck als Hunde oder Katzen hinterlassen, aber wer ein Tier zum Kuscheln oder als Begleitung bei Spaziergängen möchte, wird etwa mit einem Singvogel keine rechte Freude finden.
Bei allen Haustieren muss man vor der Anschaffung überlegen, ob es auch wirklich passt.
- Auf bewusst produziertes Futter achten.
- Futter selbst zuzubereiten spart Verpackungsmüll.
- Hundekotbeutel und Katzenstreu im
Restmüll entsorgen.
- Spielzeug aus
Gebrauchtem selbst herstellen.
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