Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Nach dem Turm und der berühmten Krippe wird jetzt ein weiterer Schritt der Erneuerung des Linzer Mariendoms gesetzt: Die Glasfenster, die dem Mariendom seine unverwechselbare Atmosphäre verleihen, müssen dringend saniert werden. Von den insgesamt 100 Fenstern stehen 29 im Bereich des Hochchores und der Westseite des Doms auf der Liste der zu erneuernden Glasgemäldefenster. Abgase, Vogelkot, Granatsplitter aus der Zeit des 2. Weltkriegs und Witterungseinflüsse haben den Fenstern, von denen ein Teil vor fast 150 Jahren, der andere Teil vor 100 Jahren eingesetzt wurde, stark zugesetzt. Aufgrund der arbeits- und kostenintensiven Maßnahmen, die die Arbeiten erfordern, können pro Jahr maximal drei Fenster renoviert werden. Damit wird das Projekt zehn Jahre in Anspruch nehmen. Durchgeführt wird es von der Glasmalerei Stift Schlierbach in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt. Robert Geyer-Kubista, Geschäftsführer der Glasmalerei Stift Schlierbach, zeigt sich vom Glasbestand des Linzer Mariendoms beeindruckt. „Als Glasmaler fasziniert mich die unglaublich hohe Qualität der feinen Schwarzlot- und Silbergelbmalerei der Domfenster. Beachtlich ist auch die Konsequenz, mit der der gesamte Fensterbestand in so hoher Qualität umgesetzt wurde.“ Die Restaurierung wird 2021 mit den Fenstern „Stift Wilhering“ und „Stift St. Florian“ sowie mit dem Fenster „Sendung des Heiligen Geistes“ begonnen.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Turmeremitin Birgit Kubik berichtet über ihre Woche in der Türmerstube hoch oben im Mariendom Linz >>

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