Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Eine verstörende Aktion ereignete sich am Donnerstagnachmittag, 23. September im Pastoralamt. 15 vermummte Männer haben das Foyer gestürmt. Mit einem Megaphon schrien sie Parolen und verstreuten im ganzen Foyer Flugblätter. Bei dieser Aktion filmten sie sich selbst und stellten danach ihre Aufnahmen ins Internet. Die Gruppe gab sich als Teil der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Identitären-Bewegung zu erkennen. Inhaltlich ging es ihnen darum, einen Gedenkort für Menschen, die auf der Flucht verstorben sind, zu verhindern.
Der Gedenkort wird gemeinsam von Land OÖ, den Städten Linz, Traun und Leonding, der Diözese Linz, der Evangelischen Kirche A.B. Oberösterreich, der Islamischen Religionsgemeinschaft sowie dem Stadtfriedhof St. Martin (Linz AG) errichtet. Nach der Attacke zeigte sich Bischof Manfred Scheuer entsetzt über das „aggressive Auftreten“ und die Bedrohung seiner Mitarbeiter/innen. Er unterstütze das Mahnmal weiterhin, als Zeichen des Respekts für auf der Flucht Umgekommene.
Landeshauptmann Thomas Stelzer sprach bei einer Pressekonferenz von „widerlichen und schockierenden Vorfällen“. Derartige Attacken würden sich gegen die Demokratie und das friedliche Zusammenleben richten. Auch Landesrätin Birgit Gerstorfer verurteilte die Störaktion: „Derartiges darf bei uns keinen Platz haben.“
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