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Mit dem Stück „Es war einmal ein Traum“ tourten die jungen Schauspieler:innen durch Europa. Für sie war die Geschichte dabei mehr als „nur“ Theater. Sie kamen von einer Kinderschutz- und Menschenrechtsorganisation. Etwa die Hälfte der Schauspieler:innen war selbst missbraucht worden, entweder in der eigenen Familie oder durch Sextouristen. Viele hatten erlebt, dass missbrauchte Kinder nicht ernst genommen werden.
Ursprünglich entstand das Stück für die Weltausstellung im Jahr 2000 in Hannover, wo es drei Monate lang aufgeführt wurde. „Nun ist die Gruppe damit auf Tournee. Vor Kurzem war sie auch in Österreich zu Gast, im Don-Bosco-Haus in Wien. Für die Jugendlichen ist das eine Möglichkeit, Erlebtes zu verarbeiten“, berichtete die Kirchenzeitung. Zudem gab es eine zweite Gruppe, die das Stück auf den Philippinen zeigte. Dort zogen die Jugendlichen durch Dörfer und warnten Eltern und Kinder vor den Machenschaften von Menschenhändlern. In Europa wollten die Jugendlichen auch den Sextourismus anklagen.
Die Gruppe spielte vor Schulklassen genauso wie vor tausend Menschen bei einer Veranstaltung. Nach den Aufführungen gab es Diskussionen mit dem Publikum. „Die Zuschauer bekommen eine Aufgabe: dass sie Aufklärung betreiben sollen und dass man das nicht totschweigen darf“, erzählte einer der Betreuer der Theatertournee. Die Jugendlichen führten auch Aktionen durch, etwa am Flughafen, wo sie Reisende direkt ansprachen – besonders alleinreisende Männer.
Das Grundanliegen der Jugendlichen war laut dem Betreuer der Theatergruppe: „Es darf nicht so weitergehen.“
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