Auch der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) macht gegen die geplante Verteuerung des Postzeitungstarifes mobil. In einem „Offenen Brief“ an die Bundesregierung wird die Maßnahme als „Schlag mitten ins Gesicht“ im „Internationalen Jahr der Freiwilligen“ bezeichnet. Der KFÖ erinnert daran, dass in Österreich zur Umsetzung dieses Jahres ein „Nationalkomitee“ eingerichtet wurde und in acht Arbeitskreisen Experten beraten, wie ehrenamtliches Engagement aufgewertet werden könne. Um die Arbeit unzähliger gemeinnütziger Vereine „nicht zu sabotieren und desavouieren“, fordert der Familienverband die Regierung auf, eine langfristige Übergangslösung auszuarbeiten und Bundesmittel zumindest für 2002 zur Verfügung zu stellen. Ab Jänner 2002 soll der Zeitungsversand nicht mehr durch öffentliche Gelder gestützt werden. Die Posttarife sollen bis 2004 stufenweise drastisch angehoben werde. Alleine Caritas und Rotem Kreuz erwachsen in den nächsten beiden Jahren dadurch 13 Mill. Schilling Mehrkosten.