Ausgabe: 2001/35, Bankerl, Mühlviertel, ST. Stefan, Helfenberg, Wandern,
28.08.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Neuerdings gibt es zwischen Helfenberg und St. Stefan 30 Sitzgelegenheiten – von Künstlern gestaltet für die Wanderer zum Ausruhen.
Der Einstieg zum Bankerlsteig erfolgt gemeinsam mit den Kulturwanderwegen mitten in Helfenberg, nach etwa 300 Metern entlang der Bundesstraße beginnt dann ein Anstieg, der die müden Füße des Wanderers gleich auf Trab bringt. Nachdem diese erste Hürde bewältigt wurde, erblickt der neugierige Wanderer nach der Ortschaft Neuling die erste Sitzmöglichkeit, und die trägt gleich den Namen „elektrischer Stuhl“. Die Kulturwanderwege begleiten den Bankerlsteig noch ein Stück, bevor sie abzweigen, dem Wanderer präsentieren sich Lesebänke und Bänke, bei denen der Abdruck des Sitzenden schon in Granit geschliffen wurde, auch ein Klangspiel mit 103 alten Schlüsseln lädt zum Verweilen ein.
Rund sieben Kilometer Länge weist der Bankerlsteig auf, etwa 233 Höhenmeter sind dabei zu überwinden. Manche Anstiege sind im Schweiße des Angesichtes zu erklimmen, aber sozusagen zur Belohnung gibt es dann nachher wieder ein Bankerl, symbolische Schillingmünzen oder sogar einen Liegestuhl zum Ausrasten. Auch für Stärkung ist gesorgt, etwa zur Hälfte der Wegstrecke befindet sich ein Gasthaus, in dem sich der Wanderer laben kann, bevor die nächste Etappe in Angriff genommen wird. Wer nicht beide Strecken gehen möchte, für den gibt es die Möglichkeit eines Taxiservices, das um 150,– die Strecke zwischen Helfenberg und St. Stefan fährt. Übrigens: wer lieber bergab als bergauf geht, sollte in St. Stefan beginnen, da St. Stefan auf 800 m Seehöhe und Helfenberg auf 567 m liegt!