Sonderausstellung im Hirschbacher Bauernmöbel-Museum
Ausgabe: 2001/36, Wulz, Hirschbach, Bauernmöbel
04.09.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Eine Ausstellung unter dem Motto „Begegnung“ mit Werken des Malers, Zeichners und Dichters Erich Wulz findet in Hirschbach im Mühlkreis statt.
Der 1906 als Sohn eines Apotheker-Ehepaares geborene Künstler Erich Wulz schuf bis zu seinem Tode tausende von Kunstwerken. Er liebte Landschaften, Szenen aus der Mythologie, aus dem Alten und Neuen Testament, Begegnungen zwischen Menschen und Tieren.Schon in seiner Jugendzeit faszinierten ihn große Künstler wie Rembrandt und Dürer. Nach dem Gymnasium ging Wulz an die Kunstakademie nach Wien, schloss diese erfolgreich ab. Danach scheiterten seine ersten Versuche als Zeichner vorerst. In dieser Zeit entstanden viele Gedichte und Sprüche. Der Erfolg fiel Erich Wulz nicht in den Schoß, er arbeitete hart dafür. Er entwickelte eine eigene Technik für Hinterglasmalerei und bereits 60-jährig beginnt er mit Holzschnittarbeiten. Auch hier schafft er noch ein umfangreiches Werk mit 18 Zyklen und Einzel-Holzschnitten.
Kirchengestaltung
In den 70er Jahren schuf Erich Wulz Fresken für die evangelische Kirche in Munderfing. Für die Kirche in Schönering gestaltete er den Kreuzweg.Den Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens stellt wohl die Kirche Linz-St. Markus in Gründberg dar. Wulz gestaltete die Glasfenster, den Kreuzweg, die Orgelbemalung, Tabernakelbilder und noch viele weitere Arbeiten.Während der Ausstellung in Hirschbach wird ein Videofilm mit einem Querschnitt aus dem Leben und Schaffen des 1984 verstorbenen Künstlers gezeigt.
„Begegnung mit Erich Wulz“, Bauernmöbel-Museum Hirschbach i. M., 2. September bis 28. Oktober 2001, geöffnet: Dienstag bis Sonntag 10–12, 14–17 Uhr, Tel. 07948/541.