Gläubige Christen sind diejenigen, die sich in Europa am stärksten für den Schutz des Lebens von seinem Beginn bis zu seinem natürlichen Ende einsetzen. Das ergab eine Studie über die Rolle der Kirchen in Ost- und Mitteleuropa, die von den Professoren Tomka (Budapest) und Zulehner (Wien) kürzlich vorgestellt wurde. Mit ihrem Engagement für das Leben in all seinen Phasen leisten die Christen einen „zentralen Beitrag“ dazu, dass Europa nicht nur als Wirtschafts-, sondern auch als Friedens- und Solidarprojekt gesehen werde, betonten die beiden Religionssoziologen. Für die Zukunft prognostizierten Tomka und Zulehner eine Reihe kulturpolitischer Konflikte. Als Beispiele nannten sie die Auseinandersetzung um ethische Grenzen der Wissenschaft und Technik (Biomedizin, Gentechnik), den Lebens- und Umweltschutz (Euthanasie, Klimaziele …) sowie die Ordnung der Wirtschaft.