Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marienschwestern in Aspach
Das ist die Fähigkeit, sich einen Schutz gegen Einflüsse von außen zu bilden, den Körper widerstandsfähiger zu machen. Diese Einflüsse und Belastungen können sehr verschieden sein: kaltes Wetter, kalte Zugluft, körperliche oder geistige Überbelastung, Überstress in allen Varianten, Krankheitserreger (besonders virale). Es gibt auch eine gewisse Abhärtung gegen seelische Belastungen. Das Ziel einer Abhärtung ist, das Immunsystem zu stärken. Dazu gehört ein guter Blutkreislauf, damit die Abwehrzellen auch überall und schnell hinkommen, wo sie gebraucht werden, z. B. in die obere Atemwege. Größere Menschenansammlungen mit viel Virenbelastung sollte man zwar meiden, aber persönliche Kontakte mit Schnupfen- oder Grippeerkrankten nicht kategorisch ablehnen. Das Immunsystem wird dadurch noch besser, weil Antikörper gebildet werden.
Wichtig dazu sind folgende Maßnahmen: Regelmäßige Bewegung, körperliche Aktivität mind. 30 min im Freien, wandern, Stiegen gehen, laufen, Rad fahren oder mit dem Heimtrainer usw., damit die Muskelpumpe der Extremitäten den Kreislauf unterstützt. Die Atemwege und Lungen werden bei körperlicher Aktivität besser durchlüftet und durchblutet. Täglich 15 min Gymnastik, einfache Übungen wie Arm- und Schulterkreisen, halbe beidbeinige Kniebeugen jeweils 10x, Rumpfkreisen mit vorgestreckten Armen, von den Zehenballen auf die Fersen wippen, sitzend zehenkrabbeln vor und zurück je 5x. (Weitere Tipps nächste Woche)