Mit 19.552 Scheidungen wurde im vergangenen Jahr eine neue Rekordmarke aufgestellt. Wieviel davon Erstehen waren, die vor dem Richter geendet haben, geht aus den von der Statistik Austria veröffentlichten Zahlen nicht hervor. Die Zahl der Scheidungen sind in den letzten zehn Jahren um mehr als ein Viertel gestiegen. Die einvernehmlichen Trennungen bewegen sich konstant bei knapp unter 90 Prozent. Für die strittigen Verfahren will Justizminister Böhmdorfer durch „Vermögenspakte“ vor der Eheschließung eine Erleichterung schaffen. Familienbischof Klaus Küng forderte dagegen familienfördernde Maßnahmen, die auf die Ehe stabilisierend wirken. Neben den finanziellen Problemen nach einer Trennung, so Küng, würde viel zu wenig bedacht, dass die erlittenen Verwundungen spätere Beziehungen für immer belasten und den Kindern oft stark zusetzen.